Die Kirche in Braunenweiler wurde um das Jahr 1275 erbaut. Die einst spätgotische Kirche wurde im Jahr 1883 unglückseligerweise ihrer barocken Ausstattung und besonders der Barockaltäre beraubt. Außer den 6 Deckengemälden des 1715 in Wolfartsweiler geborenen Barockmalers Johann Goerg Meßmer, verblieben der Kirche neben anderen Figuren auch noch die herrliche Statue des Kirchenpatrons, St. Pankratius. Die 1762 und 1772 gemalten Deckenbilder stellen eine herrliche Illustration des Heiligenlebens dar.
Pankratius, gestorben um das Jahr 304 n.Chr. entstammte der Überlieferung nach einer vornehmen phrygischen Familie und verlor schon früh seine Eltern. Nach Rom umgesiedelt wurde er dort vom Papst selber im christlichen Glauben unterrichtet und getauft.
Bei Kaiser Diokletian aber wurde er als Christ verklagt und vor dessen Richterstuhl gefordert. Der Kaiser versprach ihm Goldgeschmeide und hohe Ehren wenn er vom Glauben abfallen würde. Pankratius aber blieb standhaft. Vom Zorn entbrannt verurteilte der Kaiser ihn zur Enthauptung und am Richtplatz empfängt er den Todesstreich. In der Abenddämmerung wurde sein Leichnam von der Witwe Oktavilla beigesetzt und schon bald wurde dem jugendlichen Märtyrer die Ehre der Altäre zuteil.
 
Als im Jahr 1936 Ober- und Untereggatsweiler, die bis dahin zur Gemeinde Reichenbach gehört hatten, der Gemeinde Braunenweiler zugeteilt wurden, war die Kirche für die Gläubigen zu klein geworden. Es musste unbedingt mehr Raum geschaffen werden. Nach langen Überlegungen und Planungen wurde im Jahr 1958 mit den Umbauarbeiten nach den Plänen von Architekt Dipl.-Ing. Ludwig Hepperle aus Ravensburg begonnen. Ludwig Hepperle verstarb während der Umbauarbeiten, so dass sein Mitarbeiter A. Gräber die weiteren Bauarbeiten leitete.
Von der bestehenden Kirche blieben nur der Dachstuhl mit Decke und der Turm stehen. Der Kirchenraum wurde durch Seitenschiffe im Norden und Süden erweitert, das Schiff durch Verkürzung des Chorraumes verlängert, durch die Tieferlegung des Kirchenbodens wurde die Höhe den neuen Raumverhältnissen angepasst. Dadurch ergab sich als dreischiffige basilikale Anlage wieder eine schlichte Dorfkirche.
Nachdem die Kirchendecke starke Risse aufwies wurde sie im Jahr 1981 innen renoviert. Von 1993 bis 1994 wurde die Außenrenovation durchgeführt.
Im Jahr 1997 hatte ein Bürger aus Braunenweiler beim Spazierengehen das Flackern von Flammen bemerkt. Ein eingeschalteter Heizlüfter hatte die Verkleidung der Empore in Brand gesetzt. Circa 50 Feuerwehrleute waren beim Löschen des Feuers im Einsatz.
Der Brand zog eine erneute Renovation des Innenraums nach sich. Ein Riesenglück war es, dass der Brand rechtzeitig entdeckt worden war. So kann sich die St.-Pankratius-Kirche in neuem Glanz präsentieren.

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