Bad Saulgau - Jetzt ist es amtlich: Nur noch ein Standort in der Nähe von Steinbronnen kommt als einzige Konzentrationsfläche für Windkraftanlagen infrage. Zu diesem Ergebnis ist das Planungsbüro 365 Grad aus Überlingen gekommen. Das Büro erarbeitete über einen längeren Zeitraum ein gesamträumliches Konzept. „Alle anderen Flächen scheiden aus", sagte Bernadette Siemensmeyer vom Planungsbüro bei der Bürgerversammlung am vergangenen Montag, wo sie den Besuchern die Ergebnisse vorgestellt hatte.

Ob letztendlich im Waldgebiet nördlich von Steinbronnen auf einer Fläche von 65 Hektar tatsächlich vier bis fünf Windräder mit einer Nabenhöhe von 140 Metern gebaut werden können, hängt unter anderem auch von näheren Untersuchungen hinsichtlich des Artenschutzes ab – Fledermäuse und der Vogel Rotmilan müssen geschützt werden.

Der Teilregionalplan Windenergie für die Region Bodensee-Oberschwaben hatte im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Bad Saulgau/Herbertingen

zuerst zwei Vorranggebiete ausgewiesen – eines zwischen Steinbronnen, Bondorf und Braunenweiler, ein zweites zwischen Bierstetten und Reichenbach auf der Atzenberger Höhe. Siemensmeyer stellte am Montagabend noch einmal klar, dass der Standort Atzenberger Höhe wegen militärischer Ausschlussgebiete wegfalle. Das gleiche Ausschlusskriterium gilt übrigens auch für die Gemarkung Herbertingen. Damit bleibt nur noch Steinbronnen übrig.

(Quelle: Schwäbische Zeitung, Ausgabe Bad Saulgau, Erschienen: 06.06.2013 19:30)