ihre Ausdauer und allen, die zum Gelingen des Buches beigetragen hatten. Kreisarchivar Ernst Weber vom Landratsamt Sigmaringen hielt die Laudatio. „Es ist ein gewichtiges Werk von vier Hobbyautoren, ein respektables Handbuch, ein wahres Juwel.“ Erstmals und gesichert sei Braunenweiler im Jahre 1275 und dann nochmals 1309 urkundlich genannt worden. Über Jahrhunderte hinweg sei die Pfarrkirche Mittelpunkt des Dorfes gewesen. Der Ortspfarrer habe als „Respektsperson“ gegolten, die als einziger mit Herr angesprochen worden sei. Die Truchsessen und die Grafen von Waldburg-Scheer wären vom frühen Mittelalter an über 300 Jahre hinweg die bestimmenden Herren in Braunenweiler gewesen. Als „äußerst facettenreich“ bezeichnete Weber die Einblicke, die die Chronik vor allem über das 18. und 19. Jahrhundert vermittle. So die erste Ortswasserversorgung 1894, das erste Telefon im Jahr 1900 und die Elektrifizierung 1914. Um diese Zeit hätten sich auch die ersten Vereine im Ort formiert. Er gratulierte allen Beteiligten, die an der Dorfchronik mitgearbeitet haben.

Nach einem Musikstück auf dem Klavier, interpretiert von Kaja Helfrich, folgte ein Grußwort von Bürgermeisterin Doris Schröter. Die Ortschaft Braunenweiler habe bedeutende Werke geschaffen, die inzwischen über fünf Kilogramm auf die Waage bringen würden, sagte sie. Diese Chronik sei eine Fleißarbeit geworden, qualitativ hochstehend. „Der Blick in die Vergangenheit schärft das Auge für die Zukunft“, so Schröter. Pfarrer a.D. Ludwig Endraß zeigte sich hocherfreut über das Buch, die Geschichte über Pfarrgemeinde nehme darin einen gebührenden Platz ein.

Das Bürgerhaus steht übrigens auf dem ehemaligen Gelände des Pfarrgartens. Da und dort lade das Buch zum Träumen ein und vermittle auch einen gewissen Respekt vor der Vergangenheit. In seinem Schlusswort war es Ortsvorsteher Berthold Stützle ein besonderes Anliegen, allen zu danken, in Sonderheit auch der Stadt Bad Saulgau, die zum Gelingen des Werkes beigetragen hätten.