Der Narrenverein Braunenweiler:
 

 
  Die Masken  
 

Die Rote Näh're : Die Maske, in rot-schwarz gehalten, soll den Anschein von sich spiegelndem Feuer erwecken. Die zotteligen roten Haare unterstreichen dieses Bild. Ein schwarzer Umhang, Hut und Rock sind jeweils mit einer roten Borte eingefasst. Diese Form symbolisiert die Flammen des Feuers. Der Feuerschein wird durch die orangefarbene Bluse betont. Wie in der mittelalterlichen Zeit üblich, trägt die Näherin Strohschuhe.

Hirten Bua' : Wie schon in der Sage berichtet, stellt der 'Hirten Bua' die Gestalt der schatzsuchenden Hirtenbuben dar. Wie aus der Maske ersichtlich, handelte es sich um fröhliche, interessierte Buben. Mit ihrem leuchtend gelben, fröhlich lachenden Gesicht, stellt die Maske sicherlich etwas Besonderes dar.

 
     
  "Der Schatz im Burgstock"  
 

Der Burgstock ist seit grauer Vorzeit ein Hof, der zwischen Braunenweiler und Untereggatsweiler gelegen ist. Schon lange munkelte man, dass dort auf einem Hügel oberhalb der Weide ein riesiger Schatz verborgen liege. Davon erfuhren auch drei Hirtenbuben, muntere Kerle im richtigen Schatzsucher-Alter. Die wollten natürlich einmal dem Schatz auf die Spur kommen und der Sache nachgehen. Also wechselten sie sich beim Hüten ab und schickten jeweils einen auf die Suche. Nach langem Suchen fanden sie schließlich auf dem Berg ein Loch - das konnte nur das Versteck des Schatzes sein. Der schneidigste der drei ließ sich dann sogleich an einem Zaumriemen hinab, um den Schatz zu heben. Tatsächlich kam er in ein unterirdisches Gewölbe und fand einen Trog aus dem Goldstücke blitzen. Auf dem Schatz saß aber eine Näherin mit zotteligen, brandroten Haaren, die den Schatz bewachte. Der Hirtenbua schlich sich auf Zehenspitzen heran, das Herz schlug ihn bis zum Halse. Trotzdem füllte er seine Kappe ohne das mindeste Geräusch mit Gold. So leise wie möglich ging er zum Eingangsloch zurück, zerrte an dem Zaumriemen und seine beiden Kumpanen zogen ihn nach oben. Der Anblick der Goldtaler ließ auch beim zweiten Hirtenbuben den Mut schnell wachsen. Er ließ sich mit Hilfe der anderen in die Höhle hinab. Vor lauter Freude aber ließ er die Vorsicht außer acht. Er stieß versehentlich einen kleinen Kiesel weg und durch dieses Geräusch wurde die rothaarige Näherin auf ihn aufmerksam. Da bekam er es doch mit derAngst zu tun, griff sich schnell noch, was ihm als nächstes in die Finger kam, rannte zum Ausgang und ließ sich schleunigst von seinen Kameraden hochziehen. Oben in der Sonne- und nachdem er sich vom ersten Schreck erholt hatte, sah er, dass er nur einen Hahnenfuß mitgebracht hatte. Die zwei Höhlenforscher erzählten sich wortreich was sie bei ihrem Ausflug ins Erdinnere erlebt hatten. Selbstverständlich wurde dabei mit kleinen Prahlereien nicht gerade gespart. So fasste sich zuletzt auch noch der Dritte im Bunde ein Herz und versuchte sein Glück. Doch er blieb unten verschollen und kam nie wieder ans Tageslicht zurück.

 

 

 
  s´Rote Näh´re Lied  
 

En Braunaweiler, unserm Dorf, ha jo do isches schee,
do send dia Leit so nett ond fei ond alles isch o.k.
Se sen au z´frieda hond Humor un wenn noch d´Fasnet kommt
:/ noch jucket viele Mäschgerla als Rote Nähre rom /:

Em Wiesatal em Burgstock dann, en Hügel stoht schee rond,
do sitzt dia Rote Nähr´re dob mit ihrem Pudelhond.
Se hütet ihren goldna Schatz ond wenn noch d´Fasnet kommt
:/ noch jucket viele Mäschgerla als Rote Nähre rom /:

Dr Rote Näh´re ihra Häs jo des isch wonderbar,
en schwarza Rock, orangsch ischd Blus, d´Schua send aus Stroh sogar
a gschnitzte Maska, rote Hor, en scharza Huat dr´bei
ma kennt se au vo weitem scho, d´Leit saget "heidanei"
des ka dia Rote Nähre blos vo Braunaweiler sei.

Ond kommt amol dei letschte Stond hosch du dei Ziel erreicht
dr Hergott macht koin Onterschied ob arm bischd oder reich
er wenkt dir noch ganz freindlich zua komm rei ganz oscheniert
:/ du bisch a Rote Näh´re gsei, dein Platz isch reserviert./:

Text: Johanna Beck,
Melodie: Traditionell
 
Die Schalmeien der Narrenzunft "Rote Näh´re" unter der Leitung von Franz Gulde besteht seit 1992 und umfaßt ca 30 aktive Musiker. Das Foto entstand vor dem Burgstock in dem der Legende nach die "Rote Näh´re" wohnte und der Hirtenbub verscholl.
   
Stand 11/2016
116117
0180/1929345
0180/5911650
01806/077211
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